15.01-16.01.2011: Coromandel Peninsula


Wir ließen das abenteuerliche Waitomo mit seinen Caves hinter uns und fuhren in das ca. 4 Stunden entfernte Hahei, einer kleinen Küstenstadt im Herzen der schönen Coromandel Peninsula. Die Fahrzeit verging sehr schnell, da die Landschaft sehr schön war und wir auch ein tolle Pause an einem kleinen hübschen Dorfpark mit vielen kleinen Vögelchen, Enten, Seerosen und co. machten :)

Nachdem wir in unsere Unterkunft „The Church“ für die nächsten 2 Nächte eingechekt hatten, fuhren wir zunächst zum Hahei Beach. Traumhaft schönes Wasser mit vielen verschiedenen Blautönen und sehr feinem Sandstrand lud zu einem Spaziergang am sehr belebten Strand ein. Besonders für diese Region ist der leicht rosa schimmernde feine Sand, was wir auch versucht haben in einem Foto festzuhalten – vielleicht erkennt man es ja :)

Abends ging es dann mit Handtüchern und Schaufeln bewaffnet zu den Hot-Water-Beaches – unter dem Strand befinden sich Lavaschichten, die an zwei Stellen das Wasser/den Boden auf ca. 60°-65° erhitzen. Als wir um ca. 20 Uhr (2 Stunden vor Ebbe) am besagten Strand ankamen, war schon sehr viel los. Einige hatten bereits ihre „Pools“ im Sand gegraben und so versuchten wir uns auch unser kleines Planschbecken zu buddeln. Man konnte sehr gut einen geeigneten Platz zum Graben ausmachen, da der Sand dann unter den Füßen ziemlich heiß war! Da wir sehr dicht am Wasser gruben, wurde unser Pool doch des Öfteren geflutet, aber die Nähe zum kühlen Wasser sollte sich noch bezahlt machen :) Das Wasser in unserem Pool wurde bei zurückgehenden Wellen immer mehr von unten aufgeheizt und wir mussten echt aufpassen, dass wir uns nicht verbrannten. Als wir dann endlich fertig gebuddelt haben und zum ersten Mal unseren Pool ausprobieren konnten, waren noch jede Menge weitere Menschen um uns herum angekommen und waren dabei ihre Pools über der heißen Thermalquelle zu buddeln… Unser fertiger, wohl temperierter Pool (nicht zu kalt und nicht zu heiß) war einfach großartig und wir konnten den Anderen entspannt beim Graben zuschauen! ;) Die Pools um uns herum wurden immer heißer oder waren zu kalt und wir erhielten einige neidische Blicke von „Zuschauern“ und Poolnachbarn. :P Leider verbannten wir uns aber auch bei weiteren Reparaturmaßnahmen unserer Schutzmauer leicht Hände und Füße. An sich war das Ganze ein echt einzigartiges und toll anzuschauendes Schauspiel – die Buddelarbeiten, die vielen Menschen und das dampfende Wasser…

Am nächsten Morgen ging es dann von Hahei zur 1-stündig entfernten Stadt Coromandel. Entlang schöner Strände und Buchten führte unsere Hintour durch ziemlich kurvige Straßen die Berge hoch und wieder runter usw. In Coromandel Town angekommen gingen wir ein wenig shoppen und erkundeten die Stadt (auch sonntags haben hier in Neuseeland einige Geschäfte auf). Anschließend nahmen wir eine andere Strecke wieder zurück, die Route 309. Ein Tipp aus unserem Reiseführer, der sich richtig gelohnt hat. Zuerst machten wir auf der ca. 25 km langen Schotterstraße halt am Themenpark „Waterworks“, der viele kleine und auch große interessante Wasserspiele, gebaut aus Hausmitteln, bot. Vieles konnte man selbst erkunden, durch Pumpen, Knöpfe drücken oder sich an sehr lustig geschriebenen Schildern informieren. Vieles wurde mit sehr viel Liebe und Humor aufgebaut, so dass man sich z. B. des Öfteren beim Pumpen nicht, wie gedacht, etwas in Bewegung setzte sondern sich selbst oder andere nassspritzte. Nach dem sehr netten Park führte die Route uns zu einem sehr schönen Wasserfall, den Waiau Falls, an dem wir mit den Beinen im klaren Wasser das tolle Wetter genossen. Ich machte noch ein kleines Posing unter einem der neuseeländischen Wahrzeichen – einer Farnpflanze ;) und zu guter Letzt machten wir an einer Honey Farm halt, die den weltweit besten und eigentlich sehr teuren Honig herstellt. Manuka Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kostet in Deutschland so um die 80€ das Glas – hier kostet der Honig nur einen Bruchteil…

Nach ein wenig Entspannung auf unserer Terrasse in der Unterkunft machten wir uns auf zu der Cathedral Cove in Hahei – einem der 101 Must Dos for Kiwis. Der 40-minütige Track führte uns durch schöne Farnlandschaften zu einem wirklich großartigen Strandabschnitt. Mit witzigen Felsen und dem bekannten Loch in der Felswand, das von überragenden Bäumen bewachsen ist. Das aus Sicherheitsgründen (zum Schutz vor herabfallenden Felsbrocken) abgesperrte Tor ließ einen tollen Blick aufs Meer zu…


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